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Handel

Unsere Gruppe für Händler!

Die beiden Branchen des Offline-Handels und Online-Handels haben zwar einige Gemeinsamkeiten, aber es gibt natürlich auch entscheidende Unterschiede. Wir haben die beiden Sub-Branchen vor allem deshalb zu einer Gruppe zusammengelegt, weil viele uns bekannte Händler sowohl Offline- als auch Online-Handel betreiben. Die Zusammenfassung in einer Gruppe ist sicherlich etwas ungewöhnlich, weil die meisten Offline-Händler Großhändler sind und die meisten Online-Händler Einzelhändler. Aber das ist bei einem Treffen kein Problem; die Themen, die die jeweils andere Gruppe nicht interessieren, besprechen wir dann eben getrennt.

Wir diskutieren natürlich bei unseren Treffen alle Arten von Problemen, die unsere Teilnehmer bewegen. Folgendes sind Beispiele für absolut typische Probleme, aufgeteilt nach Offline-Handel und Online-Handel:

 


 

Typische Probleme der Offline-Händler:

1. Neue Produkte/Partner für den Handel finden
Das meist schwierigste Problem. Strategische Geschäftsentwicklung bedeutet großes Risiko! Wenn man keine neuen Geschäftsfelder findet, wird man sehr anfällig dafür dass neue Konkurrenz, ein neues Gesetz (insbes. Importbeschränkungen, Zölle, Steuergesetze), die Insolvenz eines wichtigen Geschäftspartners o.ä. das Geschäft des Unternehmens zerstören. Wenn man aber viel Zeit in das Auftun neuer Geschäftsfelder steckt, könnte der worst case eintreten dass einem die alten Geschäftspartner abspringen (weil man dort weniger Zeit investieren konnte), und aus den neuen Geschäftsideen auch nichts wird. Eine gute Gegenstrategie ist, dass man versucht zwar neue Geschäftsfelder zu erschließen, aber sehr nah am jetzigen Geschäftsfeld sucht.

2. Schutz gegen die Insolvenz von Geschäftspartnern und Schutz gegen Betrug durch Geschäftspartner
Die Insolvenz eines Geschäftspartners oder das Verschwinden eines Geschäftspartners mit dem Geld/der Ware wird meist desaströse Folgen haben. Die Frage, wie man sich gegen so etwas schützt, ist komplex: Natürlich fördern langjährige Geschäftsbeziehungen die Sicherheit. Solche langjährigen Geschäftsbeziehungen hat man ja aber beim Start in einem Geschäftsfeld noch nicht, und außerdem ist man auch dann eher nur vor Betrug besser geschützt, nicht vor einer Insolvenz des Partners. Denn auch langjährige Partner werden ja nicht so dumm sein herumzuerzählen, dass sie sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden. Wenn man davon hört, ist es daher meist schon zu spät. Schützen kann man sich am besten durch eine Kombination von Maßnahmen, die man je nach Situation anpasst: z.B. Anfragen bei bestimmten Stellen (Schufa, Insolvenzgericht, Registergericht, …), Vertragsgestaltung (Eigentumsvorbehalt, verlängerter Eigentumsvorbehalt, Zessionen), …

3. Organisation der Lieferungen
Insbesondere wenn man Seehandel betreibt, gibt es viel zu organisieren und zu beachten. Es stellen sich juristische Probleme (Handelsrecht/Seehandelsrecht), aber auch wirtschaftliche. Beispielsweise ist die Seefrachtversicherung ein wichtiges Thema – man sollte mit der Versicherungsfirma genau besprechen, welche Fälle von der Versicherung erfasst sind, und unter welchen sonstigen Bedingungen die Zahlung durch die Versicherung steht.

4. Verhältnis zu den Geschäftspartnern
Die meisten Offline-Händler handeln mit wenigen Geschäftspartnern. Daher spielt auch die menschliche Beziehung zu den Geschäftspartnern eine wichtige Rolle. Manchmal ist man von einzelnen Geschäftspartnern regelrecht abhängig. Hier ergeben sich dann in der Praxis große Probleme. Vor allem stellt sich die Frage, ob man Rechte die man juristisch hat auch ausübt; ob man z.B. eine Zahlung die man rechtlich verweigern könnte auch verweigert, ob man Schadensersatzansprüche die einem zustehen auch durchsetzt etc. Oft läuft man nämlich die Gefahr, den Kunden dadurch zu verärgern, und manchmal kann man sich das schlicht nicht leisten. Hier gibt es einige kreative Lösungen.

 


 

Typische Probleme der Online-Händler:
Anders als beim Offline-Handel spielen hier persönliche Beziehungen zu Kunden und die komplexen Logistikprobleme des Seehandels meist fast keine Rolle. Dafür ergeben sich eine Reihe neue Probleme, beispielsweise:

1. Welche Produkte lohnen sich?
Die Märkte für Online-Handel sind oft extrem dynamisch. Es ist unfassbar, wie erdrückend der Preiswettbewerb im Internet ist! Eben hat man noch eine Lücke gefunden in der man ein gutes Geschäft betreiben kann, und dann unterbietet einen plötzlich ein Wettbewerber massiv und das ganze Geschäft ist tot. Wenn man über eine eigene Webseite mit eigener Domain handelt, diese gut am Markt positioniert hat und sie eine gut definierte Produktpalette vertreibt, hat man das Problem weniger stark. Wenn man über Ebay oder Amazon handelt, ist das Problem potentiell ein Albtraum. Schützen kann man sich eigentlich nur, indem man entweder sein Angebot immer wieder umstellt, oder man Produkte durch einen Trick/einen besonders guten Kontakt so günstig beziehen kann, dass man die Wettbewerber über den Preis aus dem Markt halten kann.

2. Lagerhaltung, Buchhaltung, Reklamationen
Eine Sache unterschätzen neue Händler fast immer massiv: Wie kompliziert es ist, Lagerhaltung, Buchhaltung und Reklamationen zu organisieren. Am Anfang, wenn man noch wenig Produkte bzw. Kunden führt, kann man hier noch improvisieren, und konzentriert sich daher eher noch auf die Produktsuche. Später kann man so aber nicht mehr arbeiten. Dann wird klar, dass die effiziente Strukturierung des „backend“-Bereichs extrem wichtig ist. Auch und gerade deswegen, weil die Effizienz bei der Bearbeitung natürlich sehr wichtig für die Frage ist, zu welchen Preisen man noch kostendeckend anbieten kann… Sehr hilfreich ist eine gute ERP-Software. Diese muss dann aber bzgl. Preis und Komplexität auch für den Umfang des Geschäfts passen.

3. Rechtliches (insbesondere Wettbewerbsrecht)
Ein weiteres, von Neulingen fast immer extrem unterschätztes Thema. AGB, Widerrufsbelehrung, korrekte Kennzeichnung von Produkten – was einem Anfänger wie eine bloße Technikalie klingt, zeigt sich plötzlich als echte Bedrohung, wenn der erste Brief vom Abmahnanwalt mit einer Kostenforderung über 1.000 € ins Haus flattert. Darf der das? Juristisch leider meist: Ja. Es ist zwar moralisch sehr zweifelhaft, dass Abmahnkanzleien Selbständige massenhaft in die Insolvenz drücken, nur weil sie Aufnäher an einer Mütze nicht kontrolliert haben (das Textilkennzeichnungsgesetz lässt grüßen), oder im Impressum nicht die Umsatzsteuernummer angegeben haben. Solange die rechtliche Situation so bleibt wie sie ist, muss man sich allerdings anpassen. Wenn man sich ein bisschen auskennt, kann man die Risiken zumindest sehr stark senken.

4. Bei eigener Webseite: Webdesign und SEO
Bei der eigenen Webseite stellen sich auch noch die Fragen der Programmierung (Shop-System?) und der Suchmaschinenoptimierung.

 


 

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Man sieht sich!